Inline-SkaterhockeyWer die Sportart Inline-Skaterhockey nicht kennt, vergleicht sie am treffendsten mit Eishockey. Das Spielprinzip ist ähnlich: Die Feldspieler bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit auf einer glatten Fläche und versuchen das Spielgerät im gegnerischen Tor unterzubringen, das von einem Tormann beschützt wird. Skaterhockey unterscheidet sich im wesentlichen durch die Fortbewegung auf Rollen, anstatt der Gleitbewegung über eine Eisfläche. Früher waren es Quads, also Rollschuhe mit vier Reifen und einem Stopper unter dem Zeh. Heute werden Inline-Skates mit hintereinander liegenden Rollen ohne Bremse gefahren. Dadurch werden hohe Kurvengeschwindigkeiten auch in kleineren Radien möglich. Dies bringt die ersten Schwierigkeiten mit sich, denn wer einmal auf Inline-Skates gestanden hat weiß: Die Dinger rollen einem ganz schön schnell unter den Füßen weg. Durch die Spurtreue sind auch Seitwärtsbewegungen schwierig. Dem Spieler bleibt wenig Freiraum für schnelle Richtungswechsel und Täuschungsmanöver. Vorteilhaft ist, wenn man den Rollsport schon früh erlernt hat und weiß welche Kurven man besser nicht fahren sollte. Die Spieler brauchen eine perfekte Grundtechnik im Inline-Skating, sowohl im Vorwärts- als auch Rückwärtslaufen. Im Spiel bleibt keine Zeit um auf die Fortbewegung zu achten. Die Skates werden im Grenzbereich des Möglichen gefahren und die ständigen Richtungswechsel zehren an der Kraftausdauer der Akteure. Körpereinsatz ist nach bestimmten Regeln erlaubt. Vergehen wie Check von hinten, Beinstellen, Hakeln oder übertriebene Härte werden mit Zeitstrafen geahndet. Stockschläge und -stiche, sowie Fouls mit Verletzungsfolge werden streng bestraft. Fair-Play spielt eine große Rolle, da es auch kaum Vorteile gibt, die durch taktische Fouls erreicht werden können. Der Sport ist ohnehin gefährlich genug, so dass die allermeisten Spieler ein faires Kräftemessen im Rahmen des Regelwerkes vorziehen. Schlägereien werden nicht geduldet und von der ISHD mit mehrwöchigen Sperren belegt. Durch die Schutzkleidung besteht im Skaterhockey eine relativ geringe Verletzungsgefahr, verglichen mit anderen Sportarten wie z.B. Fußball oder Handball. Dennoch nehmen die Spieler bei der Ausübung ihrer Sportart ein gewisses Risiko in Kauf. Etwa zwei Drittel aller Verletzungen treten im Wettkampf auf, da dort mit vollem Einsatz gespielt wird. Besonders gefährdet sind Finger, Handgelenk, Unterarm, Schultern, Knie- und Fußgelenk. Am häufigsten passieren Prellungen sowie Bänder- und Kapselverletzungen. Zahnvorfälle und Knochenbrüche sind die schwersten Verletzungen, kommen aber glücklicherweise nur selten vor. |