Sonntag, 17. April 2005
Mit der Schlappe vom Vortag im Gepäck reisten die Ritter nach Düsseldorf um die erste Begegnung mit den Bullskatern auszutragen. Die Koblenzer zeigten solides Hockey und setzten die Bulls von Beginn an unter Druck. So konnte man nach und nach die Tore erzielen und die Führung halten. Nach 50 Minuten führte Koblenz 3:6 und die Düsseldorfer waren eigentlich schon unter der Dusche.
Doch dann machte sich Nervosität unter den Koblenzer Spielern breit. Einige hatten wohl noch die Panik vom verlorenen Rückspiel gegen die Rams mitgebracht. Schon in der zweiten Drittelpause hörte man trotz ungefährdeter Führung in der Koblenzer Kabine Wörter wie "Niederlage" oder "verlieren". Der Virus griff um sich und schlug in den letzten 10 Minuten voll zu. Die Knights spielten kein Hockey mehr sondern rannten wie kopflose Hühnchen in der eigenen Hälfte herum und standen nicht mehr am Mann. Auch die Position vor dem Tor, die das ganze Spiel über besetzt war, wurde ohne Not aufgegeben.
Die Bulls nutzten dieses Wirrwar routiniert aus, um nach und nach Anschlusstreffer zu erzielen. Die Ritter waren in der Zeit weiter damit beschäftigt herumzufluchen, sich gegenseitig zu beschimpfen und jede restliche Konzentration kaputtzumachen. Die Schiedsrichter drückten beide Augen zu, sonst hätte es auch noch Disziplinar- oder Bankstrafen gehagelt.
Die Düsseldorfer nahmen das Geschenk von 5 Treffern in 6 Minuten und den Sieg im verloren geglaubten Spiel dankbar an. Für Koblenz ist jetzt klar, dass man in dieser Saison keinen Blumentopf gewinnen wird, wenn es weiterhin so an Selbstvertrauen mangelt.
Wir wünschen Stephan Nink gute Besserung, der nach einem Treffer im Gesicht zu einem kurzen Check im Krankenhaus war. Er musste das tragische Ende dann hilflos von der Bank ansehen, nachdem er in der 4. Minute das Auftakttor für Koblenz erzielt hatte.
Samstag, 16. April 2005
Bei der zweiten Begegnung zwischen den Knights und den Rams hatten sich beide Mannschaften fest vorgenommen die Punkte zu holen. Die Teams agierten gleichstark, doch diesmal sollten die Rams das glücklichere Händchen haben. Das ganze Spiel über lagen die Knights in den Toren zurück und mussten sich die Ausgleichstreffer mühsam erkämpfen.
Erst in der 47. Minute konnte Andreas Halfmann mit seinem 4. Tor in der Begegnung die Koblenzer Führung zum 7:6 herstellen. Doch die Rams blieben am Ball und konnten wenig später ausgleichen. Das Drama fand dann sein Ende, als ein Koblenzer Spieler eine Minute vor Schluss den Ball unglücklich ins eigene Tor ablenkte. Dies war leider auch das zweite Eigentor der Knights in diesem Spiel und die Rams gewannen 7:8.
Samstag, 9. April 2005
Erstligaabsteiger Langenfeld setzt Siegesserie mit 10:0 gegen Koblenz fort.
Im ersten Drittel sah alles noch ganz gut aus, die Knights kassierten nur einen Gegentreffer und die Zuschauer sahen kaum einen Unterschied der Spielklasse. Doch dann kippte das Spiel und die Devils konnten nach und nach Treffer landen, während die Knights neben das Tor, über das Tor oder am Tor vorbei schossen und das Ding einfach nicht im gegnerischen Kasten unterbringen konnten. Konzentration und Disziplin liessen nach, als man sich vom körperbetonten Spiel der Gäste anstecken liess und daraufhin einige (unnötige) Strafzeiten einstecken musste.
Vielleicht lag es auch an den katastrophalen Trainingsbedingungen und am mangelndem Vertrauen in das Spielfeld. Abgesehen von den wenigen Einheiten im Winter, steht die Halle den Knights nicht zum Training zur Verfügung (die Rhein-Zeitung berichtete). Auch bei allen anderen Hallen im Stadtgebiet Koblenz sind die Belegungspläne offenbar in Stein gemeißelt, eine Lösung scheint nicht in Sicht.
Trotz dieser Blamage sieht das Team nach vorne, und hat das heutige Spiel schon abgehakt. Wir bedanken uns bei allen Zuschauern, die heute leider keinen Gewinner im "Superschuss" sahen, und hätten gern eine besseres Ergebnis erzielt.
Go Knights, Go!
Siehe auch: Ergebnismeldung der Rhein-Zeitung
Sonntag, 20. März 2005
Die Hannover Hurricanez empfangen die Knights in ihrer Halle zur ersten Begegnung im ISHD-Pokal. Für die armen Koblenzer Ritter hätte die Pokalauslosung kaum schlechter ausfallen können. Nicht nur da Hannover richtig weit weg ist, sondern auch weil die Hurricanez ihrem Namen alle Ehre machen und ein flottes Tänzchen aufs Skaterhockey-Parkett legen. 2004 war man Meister der 1. Bundesliga Nord und ist stolz auf vier Nationalspieler im Kader.
Dementsprechend groß war die Motivation der Ritter am Spektakel teilzunehmen, so dass lediglich die erforderliche Mindestanzahl von 7 Feldspielern und einem Goalie bei schönstem Frühlingswetter den Weg in den Norden antrat. Vor dem Spiel übten sich die Knights im Galgenhumor und schworen sich gegenseitig, die üblichen Fehler diesmal auszulassen und den Wirbelstürmen zu zeigen, dass man auch im Rheinland mit Ball und Schläger umgehen kann.
Nach dem Anpfiff war dann aber alles schnell vergessen, denn die Hurricanez liessen keinen Zweifel aufkommen wer Herr im Hause ist und zockten die gelähmten Ritter gemütlich aus. Nachdem Koblenz im ersten Drittel überraschend den Anschlusstreffer zum 1:4 machte, wachten sie aber schnell auf und zeigten das volle Programm und das erste Drittel endete 1:11.
Der Rest des Spiels war dann nur noch Sparring - jeder Schuss ein Treffer, wer will nochmal, wer hat noch nicht... Im zweiten Drittel kassierten die Knights weitere neun Tore, im dritten Abschnitt waren es dann nur noch drei. Endstand 1:23, puh immerhin nicht dreistellig verloren.
Die Zuschauer sahen erstklassiges Hockey der Gastgeber gegen eine Handvoll Einzelspieler aus der Rhein-Provinz, aber es ist nunmal schwer als Mannschaft aufzutreten, wenn man abermals in Minimalbesetzung auflaufen muss. Die Knights griffen zwar tief in die Trickkiste ("Der Bus mit den anderen kommt noch!" oder "Hey lasst uns doch nochmal bei null anfangen, was kostet das?") aber alle Bemühung war vergebens.
Jeder der mitgefahren ist hat sich natürlich die Frage gestellt, ob sich die 850km Fahrt gelohnt haben und das erste Ergebnis lautet unisono: Nie wieder Pokal! Immerhin gingen die Knights mit erhobenem Kopf in den Untergang und liessen dem Frust keine Chance, so dass man im ganzen Spiel wenigstens ohne Strafzeit blieb. Die entscheidende Frage ist, ob man die Erfahrung des heutigen Nachmittags nutzen kann, um sich auf den kommenden Gegner in der eigenen Liga vorzubereiten. Die nächsten Trainingseinheiten sollten darüber dringend Klarheit verschaffen.
Bleibt anzumerken, dass die Hurricanez eine sympathische Mannschaft sind, die in den letzten beiden Dritteln locker aufspielte und viele sensationelle Aktionen zelebrieren konnte. Wir wünschen ihnen alles Gute und viel Glück für den Pokal 2005, denn wenn wir sie nicht besiegen, dann soll das auch kein anderer schaffen!
Humor ist, wenn man trotzdem lacht...
Samstag, 5. März 2005
Die Saison 2005 begann mit einem Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft der Düsseldorf Rams. Der SHC musste das erste Spiel direkt in Unterbesetzung starten, man konnte nur mit 8 Feldspielern und einem Torwart anreisen. Die Taktik wurde im Warmup vor dem Spiel nochmals verfeinert und einzelne Spieler bekamen ihre Spezialaufgaben von Wolfgang Grenzhäuser zugeteilt, der noch einmal das Amt des Captains anstelle des verhinderten Peer Lemmerz innehatte. Zu Beginn des Spiels zeigte sich direkt die Wirkung der Saisonvorbereitung. Die Rams wurden spätestens nach dem Überqueren der Mittellinie mit vollem Einsatz gedeckt und jeglicher Versuch eines Spielaufbaus wurde schon im Ansatz zerstört.
Die Knights nutzten schnelle Konter um den gegnerischen Torwart in Bedrängnis zu bringen und so fiel auch schon früh das erste Tor für Koblenz, erzielt durch Dirk Weiler. Die Düsseldorfer versuchten dann irgendwie zum Koblenzer Kasten vorzustoßen um den Ausgleich zu erzielen, scheiterten aber regelmäßig an unserer Verteidigung oder der eigenen Nervosität. Das zweite Drittel verlief ähnlich: Die Knights bestimmten das Spieltempo und die Rams konnten sich mit dem Koblenzer Defensiv-Spiel einfach nicht anfreunden. Sie versuchten planlos aus der eigenen Hälfte wieder ins Spiel zu kommen, dabei vergaßen sie wohl die Abwehrarbeit und so konnte sich Matthias Aust einen Torschuss in die kurze Ecke herausarbeiten. 2:0 für Koblenz.
In der Pause herrschte dementsprechend gute Stimmung in der Koblenzer Kabine und man war zuversichtlich dem Ansturm der Rams auch im letzten Drittel standhalten zu können, doch man hatte sich zu früh gefreut. Stephan Nink konnte zwar vor dem gegnerischen Tor einen Pass abfangen, aber versägte das Ding 5cm über das Gehäuse. Das hätte die vorzeitige Spielentscheidung sein können. Das Unglück setzte sich dann mit dem Bruch des zu hoch eingestellten Schlägers von Stephan Nink fort. Anstatt diesen sofort fallenzulassen, behielt er ihn in der Hand und fuhr vom Spielfeld auf die Wechselbank um diesen auszutauschen. Aber die Schiedsrichter hatten ihre Hausaufgaben gemacht und vergaben vollkommen regelgerecht eine 10-Minuten Disziplinarstrafe wegen Herumfahrens mit kaputtem Schläger.
Kurz darauf wurde Dirk Weiler von einem Ball am Kinn getroffen und musste die blutende Wunde am Zeitnehmertisch versorgen lassen. Schlagartig waren zwei wichtige Spieler nicht mehr da und der SHC hatte das Tor auch noch in Unterzahl zu verteidigen. Die Rams witterten ihre Chance, warfen alles nach vorne und ersetzten auch den Torwart durch einen Feldspieler. Da wir uns leider weitere Strafzeiten einfingen blieben die Knights den Rest des Spiels in Unterzahl, zwischenzeitlich spielten 5 Düsseldorfer gegen 2 Koblenzer. Aber irgendwie wollten die Rams diese Einladung nicht annehmen und hatten auch viel Pech, besonders als ein gelungener Volleyschuss nur knapp am Pfosten hängenblieb.
Als Bernd Winter in den letzten zwei Minuten den Ball durch die Eckenrundung heraus spielen wollte, ging dieser knapp zu hoch über die Bande. Die Schiedsrichter sahen ein "absichtliches Herausschiessen" und gaben eine 2-Minuten Strafe sowie Penalty. Aber auch dieses Angebot schlugen die Rams in den Wind. Doch man schoss sich allmählich auf das Koblenzer Tor ein und konnte endlich 20 Sekunden vor Schluss das verdiente 1:2 erzielen.
Der überragende Mann auf dem Spielfeld war der Koblenzer Torwart Andreas Müller der viele gefährliche Situationen sowie den Penalty entschärfte und im letzten Drittel praktisch unter Dauerbeschuss stand. Die Rams hatten nicht ihren besten Tag, so dass Koblenz mit dem Glück der Tüchtigen gewinnen konnte. Dieser Arbeitssieg wurde in einem ruppigen, aber fairen, Spiel erzielt und hat den Rittern sowie den mitgereisten Fans viel Spass gemacht. Ein gelungener Saisonauftakt, auch wenn klar wurde, dass die Knights sehr hart daran arbeiten müssen Taktik, Disziplin und Regelkunde weiter zu verbessern.
Sonntag, 5. September 2004
SHC Koblenz-Knights Alzenau Lightnings
Da der offizielle Berichterstatter der Ritter nach dem Spiel den Daumen in Gips hat (Peer Lemmerz, spektakuläre Aktion mit Verletzungsfolge) und deshalb sehr beschränkt in seinem Schreiben ist, fällt der Bericht etwas knapper aus. Ich hoffe trotzdem, den Spielinhalt ausreichend weitergeben zu können.
Wir haben 3 zu 2 verloren. Leider ging die Kirsche nicht oft genug rein. Müssen mal mit Holger (Holger Nieth, Teamleiter) reden, ob er uns nicht ein paar größere Tore schweißen kann. Vielleicht klappt es ja dann mal wieder
Mittwoch, 21. Juli 2004
Koblenz Knights bogen in letzter Minute noch das Spiel gegen VT Niederauerbach um
Ein herrlicher Morgen im Rheinland. Die Sonne schien und der Wecker klingelte schon um 7 Uhr morgens. Für einen Sonntag einfach viel zu früh. Trotzdem erhob ich mich aus den Federn und begab mich noch halb in Trance zu unserem Treffpunkt auf dem Oberwerth. Auswärtsspiel am heiligen Sonntag welch große Last.
Die 200 Kilometer Anfahrt gingen vorbei wie im Flug (oder lag es doch am Halbschlaf?). Auf der A61 haben wir dann noch halb Holland hinter uns gelassen, und so konnte das Spiel in Zweibrücken um 11.00 Uhr beginnen; auch ohne zweiten Schiri. Dem war es bestimmt auch viel zu früh.
Anpfiff, und die Post ging ab. Schon in den ersten 5 Minuten hatten die Knights zwei mal eine Überzahlsituation. Schnell wurde klar, die Razorbacks sind nicht aus Pappe. Das kleine Spielfeld lud ein, möglichst oft nicht am Gegner vorbei zu fahren, sondern geradewegs durch ihn hindurch. Leider konnten wir die zahlenmäßige Überlegenheit nicht in Tore verwandeln und wurden mit dem ersten Gegentor bestraft. Die Tore der Knights durch Weiler und Hemmerich wurden schnell beantwortet und mit Treffern von Krick, CHOUINARD und noch mal Krick lagen die Gastgeber mit zwei Punkten vorn. Kurz vor der Drittelpause war es abermals Hemmerich, der nach einem 20minütigem Alleingang die Knights bis auf 1 Tor heranbrachte.
In der Pause war uns wohl die frische Luft nicht ganz bekommen, denn was im 2. Drittel abging, spottet jeder Beschreibung. Wir waren nicht dicht genug am Mann, kämpften nicht um Bälle und Räume und kassierten in der Folge weitere 4 Dinger, ohne ein einziges mal selbst zu treffen. Was in solchen Phasen immer dazu kommt, ist nicht nur die Anwesenheit des Schlendrian sondern auch die Abwesenheit von Glück. Viele Versuche, die Kugel zu versenken scheiterten am überragenden Torwart der Niederauerbacher. Zwischenstand nach 40 Minuten: 8 zu 3 für die Razorbacks.
Oje, wenn wir hier auch noch zweistellig ne Klatsche kriegen, hab ich aber endgültig einen Hals klang es aus vielen Ritterkehlen. Wenn die Topscorer nicht treffen, müssen halt mal die anderen ran. Es war an der Zeit zu zeigen, dass nicht nur vereinzelte Spieler in die zweite Liga aufgestiegen sind, sondern die ganze Mannschaft. Dass gerade ich, als Spieler der ersten Stunde der Knights und mit nicht gerade begnadetem Torinstinkt, in den ersten 3 Minuten des 3. Drittels an zwei Toren beteiligt war, führte nicht nur zur Überraschung meinerseits, sondern gab auch den anderen Knights Grund zu Hoffnung, sich doch nicht ganz so schlecht zu verkaufen.
Auch unser Ober-Ritter, mit seiner umstrittenen Rückennummer, hatte einige gute Momente, die an alte Garagenhof-Zeiten erinnerten, in denen er allein mit seiner zerrupften Ausrüstung und dem Blick zum Boden Spiele entscheiden konnte. Dies nahmen dann auch alle zum Anlass, nicht aufzugeben und bis zum Schluss zu kämpfen. So war es dann die gute Leistung aller Spieler und die große Moral, die dazu führte, dass der Sonntag Morgen doch noch ein glückliches Ende fand und die Koblenz Knights nach 6 Treffern ohne Gegentor noch mit 9 zu 8 gewannen und einen wichtigen Schritt weg von der Abstiegszone machten.
Freitag, 7. Mai 2004
Letzten Samstag stand auf dem Spielplan der Knights ein Spiel in Deggendorf an. Für alle Geographie-Legastheniker: auf der Deutschland-Karte gaanz unten rechts! Nachdem wir uns eine ganze Woche lang darüber unterhalten hatten, wer wann wen abholt und wie dort hin kommt, haben wir es dann (wie immer) ganz anders gemacht und fuhren mit zwei Tour-Bussen gen Süd-Osten. Verstärkt wurden wir noch von ein paar Individual-Anreisen und dem Anruf von unserem Boris, der gegen 13.00 Uhr anrief, um doch noch mitzufahren. Wir befanden uns ungefähr auf Höhe Würzburg ---.
Nach einer kurzen Meinungsverschiedenheit auf dem bayrischen Parkplatz kamen wir zur Spielstätte und waren doch ein klein wenig beeindruckt ob der Größe. Nach den ersten Spielminuten waren wir dies auch von der Spielweise der Gegner. Wir liefen zum größten Teil hinter ihnen her und gewöhnten uns nur schwer an den weiten Raum. Das 1 zu 0 für die Pflanz ließ so auch nur 2.52 Minuten auf sich warten. Der Anschluss gelang dann dem Duo Walther Halfmann. Leider trafen dann gegen Ende mit Dorn und Edinger noch zwei Bayern zum 3 zu 1 Pausenstand.
In der kommenden Spielzeit war das Spiel recht ausgeglichen. Die sehr faire Partie bot Möglichkeiten auf beiden Seiten. Einzig die extravagante Weise der Schiedsrichter, das Spiel zu leiten, gab Anlass zu Spannungen. Wieder waren es Edinger und Dorn, die den Abstand auf einen weiteren Zähler vergrößerten. Da unser Halfmann zwei Minuten vor Pausenpfiff die Kirsche versenkte, ging dieses Drittel Unentschieden aus.
Im dritten Drittel war nun die dominante Pflanztime endgültig zu Ende. Die Knights schafften mit einem überwiegend diszipliniertem Spiel den Druck immer weiter zu erhöhen, bis nach toller Vorarbeit des gesamten Teams Halfmann, Walter und Herbel nach dem Ausgleich sogar das 5 zu 4 aus Sicht der Knights schossen. Leider vergab der sonst so erfolgreiche Ritter Halfmann in dieser Zeit eine Chance, indem er dem Pflanzer Keeper erst durch die offenen Beinschienen schoss, der Ball aber dennoch den Weg von dort an den Pfosten fand. Komisch auch! Nach einer klitze-kleinen Unachtsamkeit des sonst so aufmerksamen Lemmerz, gelang es dann Eckart, allein vor Batzi-Rübins Tor zu gelangen. Den Pass anzunehmen und das Ding zu verwandeln, war so allein nun kein Problem mehr. Nach aufkommender Hektik und dem Verlust der Souveränität, die sonst die Knights gerade am Spielende auszeichnet, markierte abermals Edinger den Schlussstand von 6 zu 5 für die Gastgeber.
Leck mich am Arsch, war das ein Schlamassel!!! Nicht nur knapp verloren, auch noch ne Standpauke vom Trainer! Gelohnt hatte sich der Trip aber allemal. Ein paar tapfere Ritter hatten geplant, die Zelte im Fernen Deggendorf aufzuschlagen, was sich nach einem netten Abend im Bierzelt zusammen mit den Pflanz als die richtige Entscheidung herausstellte. Auch der Höttl mit seinem gebratenem Hirn war ein Besuch wert. Gegen Zwei Uhr nachts hatte ich dann meine nächste Niederlage, nachdem Tommy, unser Betreuer mit einem Sehvermögen von verbleibenden 5% auch noch beim Dart gewann. Zum Glück hatte ich den Fußball-Tipp Bayern Bremen richtig, so dass ich wenigstens einen Sieg an diesem Tag feiern konnte. So schließe ich diesen Bericht mit einem Dank an die netten Mittipper, die mir diesen Sieg ermöglicht haben und einem Gruß an Kerpen, die nun auch mal was von ner Niederlage der Knights lesen können.
Sonntag, 29. Februar 2004
Erstes Spiel in der 2. Bundesliga gegen die Bullskater Düsseldorf
Die Saisonvorbereitung von Interims-Trainer Ingo Caspary hinterließ schon vor dem Saison-Auftaktspiel seine Spuren. Zu Beginn der Zählung konnten nur ganze sechs Feldspieler den Termin am vergangenen Sonntag wahrnehmen. Alle anderen stuften sich wahrscheinlich konditionell zu stark ein, um gegen den Absteiger aus der ersten Bundesliga antreten zu können.
Große Überraschung jedoch am Treffpunkt Mendig: Ein zehnköpfiger Haufen verschnupft-verkaterter Spieler hatte sich dort versammelt, um die letzten Anweisungen des Coaches zu bekommen und sich gegenseitig ihre Krankheitsgeschichten zum Besten zu geben. Manche Spieler sahen noch schlimmer aus, als man es gewohnt war. Zwei weitere Athleten befanden sich schon auf dem Weg in die niederrheinische Metropole.
Das Urteil des Trainers fiel nach einer kurzen Beobachtung auf dem Parkplatz jedoch sehr positiv aus: So wie ich die Mannschaft hier sehe, hab ich ein sehr gutes Gefühl! Nachdem er sich auch noch in der Umkleidekabine blicken ließ, obwohl er selbst ein Spiel in einer anderen Sportart zu bestreiten hatte, war die Zuversicht aller Ritter inzwischen so groß, dass man getrost auf ein gescheites Warm-up verzichten konnte. Alle Spieler kurvten wild durch die eigene Hälfte, prüften bei Torschüssen die komplette Bande in allen Höhen und beschimpften sich dafür rege gegenseitig. Der Schuldige war schnell gefunden: Die Halle war zu warm, im Vergleich zum Fort Konstantin viel zu groß und auch noch viel zu gut beleuchtet.
Der verletzte Wolle Grenzhäuser übernahm wie in alten Zeiten den Trainerjob und konnte allen noch einmal kurz vor dem Chuii erklären, um was es geht. Mit diesen Worten noch im Ohr zogen die Ritter in das erste Drittel. In dieser Zeit beschränkten wir uns erst einmal auf alte Tugenden. Erst mal gucken, was der Gegner drauf hat, nix riskieren und vor allem: mit allem, was man hat, in den Gegner und sein Spiel zerstören. Dies ist auch weitgehend gelungen, so dass die Bulls ihre Mühe hatten, gewohnte Spielabläufe bis zum Abschluss zu bringen. Die einzige Ausnahme war ein Torschuss nach einem Bully, der vom ansonsten überragenden Goalie Andy Müller nicht gehalten werden konnte. Die 2. Bundesliga-Saison lief, und der Absteiger war entzaubert.
Im zweiten Drittel, wir hatten uns an Temperatur, Feldgröße und Lichtverhältnisse gewöhnt, kam mehr und mehr Spielfreude in den eigenen Reihen auf. Die Spieler gewannen an Selbstvertrauen und spielten sich dadurch die ein oder andere Chance heraus. Gerade das faire und kraftorientierte Spiel führte dazu, dass die ein oder andere Überzahlsituation zu Stande kam, die dann sogar zum Ausgleich durch Boris Remer führte. Leider müssen auch ehrwürdige Ritter manchmal verdient auf die Bank. Dies führte dann zur erneuten Führung der Gastgeber, die allerdings nur bis zu dem Moment reichte, als flying Weiler, quer vor dem Tor schwebend, mit dem Glück und der Erfahrung aus einem langen Skaterhockeyleben, die Kirsche versenkte. Pfiff Pause weiterer Optimismus.
Im letzten Drittel kam es, wie es kommen musste. Auf Grund der überragenden Fitness gerade der ältesten Spieler der zweiten Liga war auf dem Platz klar, dass der Aufsteiger seine anfängliche Nervosität abgelegt hatte und nun zeigen wollte, was ein Wintertraining alles bewirken kann. Von Schnupfen und grippalen Infekten war keine Rede mehr. Zwar wurden die Spielintervalle einiger Stürmer deutlich kürzer, doch konnte man auf gute Verstärkung aus der Defense-Reihe bauen. Nachdem der Druck nicht nachzulassen schien, war es dann Milli, der letztendlich das überfällige Ding machte. Mit der ersten Führung in der zweiten Liga konnten wir allerdings nicht sehr gut umgehen. Alte Nervositäten kamen auf, als die Bulls doch noch eine Schippe drauf legen konnten, und mit Mann und Maus unsere Hälfte einnehmen wollten. In solchen Momenten ist es natürlich bitter, wenn die hervorragenden Konter dann am Pfosten des Gegners scheitern oder andere Widrigkeiten dazu führen, einfach nicht noch eins verwandeln zu können, um endlich wieder Ruhe ins Spiel zu bringen. Gerade Frankdieter Lukas kann davon ein Lied singen. In der letzten Minute hatte dann auch der Druck der Gegner seine Wirkung gezeigt, und es stand plötzlich 3 : 3. Alle Versuche, dies noch einmal zu ändern um doch noch als Sieger vom Platz zu gehen, gelang beiden Seiten nicht mehr. So war dies auch das Endergebnis einer fairen Partie, welches in dieser Form wohl auch in Ordnung geht. Peer Lemmerz
Donnerstag, 29. Mai 2003
Teil 2 der englischen Woche (Die Knights bestritten 3 Spiele in 6 Tagen) fand an Christi Himmelfahrt, auch als Vatertag bekannt, in Aachen statt. Bedingt durch die an diesem Tag übliche Brauchtumspflege mußten die Knights auf einige Akteure verzichten, traten aber mit noch immerhin 9 Feldspielern in der Kaiserstadt an. Die Anzahl der Spieler war an diesem Tag jedoch nebensächlich, denn es herrschten angenehme 40 Grad Celsius in der Halle, so daß sich die Spieler auf der Ersatzbank förmlich darum rissen, wieder ins Geschehen eingreifen zu dürfen.
Man fühlte sich ein wenig an die Schwitzarie in Monheim zu Beginn der Saison erinnert. Im Unterschied zu dem Spiel am Niederrhein sollte diese Partie aber gänzlich ohne Strafzeiten (und ohne illegale Handpässe) vonstatten gehen.
Zum Spielgeschehen- Das bemerkenswerteste an diesem Tag war sicherlich die allgemeine Zufriedenheit des Coaches. Irgendwie hatten es die Knights tatsächlich geschafft, sich fast die gesamte Spieldauer an die vorgegebene Taktik zu halten. Bereits nach 7 Minuten stand es 1:0 für die Ritter. Boris es kann nur einen Remer geben Remer erzielte nach einem Weiler-Zuspiel den ersten Treffer für die Gäste. Regelmäßige Leser und Knights-Experten dürfen aufhorchen: Ein Paß von Dirk Weiler! Solche Momente sind in der Tat selten. Und keine 3 Minuten später sollte sich das Wunder tatsächlich wiederholen. Dieses mal war es allerdings Jens Hergt der ein Zuspiel des Rhein-Mosel-Gretzkys verwandelte. Hergt war es auch vorbehalten den 3. Treffer für die Koblenzer zu erzielen. Er umkurvte ca. 25 Gegenspieler und lies dann den gegnerischen Torwart elegant aussteigen. Sehr sehenswert, und zu diesem Zeitpunkt auch notwendig, denn die Hausherren hatten mittlerweile zweimal getroffen und damit ausgeglichen.
Gegen Ende des 2. Drittels packte dann der vorhin erwähnte Weiler seine Schrotflinte aus und setzte die Kugel dorthin, wo sie nach Meinung der zwei mitgereisten Knights-Fans am besten aufgehoben war: Im gegnerischen Kasten. Somit stand es 4:2 und man ging in die dringend benötigte Pause. Im letzten Spielabschnitt passierte dann nicht mehr viel. Die Kräfte ließen auf beiden Seiten nach, und jede Mannschaft erzielte noch je einen Treffer. Für die Koblenzer erledigte das der Coach persönlich und war damit auch zufrieden, hatte man doch die Partie mit 5:3 gewonnen.
Zum Abschluß gabs dann noch ein gemütliches Fahrbier vor der Halle, für dessen Besorgung sich die Mannschaft an dieser Stelle bei ihren treuen Schlachtenbummlern bedankt.
Tim Gölz
Sonntag, 25. Mai 2003
Bullskater Düsseldorf II - Koblenz Knights
Am vergangenen Sonntag fuhren die Knights zum rheinischen Duell nach Düsseldorf. Gastgeber war die Zweitvertretung der dort ansässigen Bullskater. Fast schon traditionell warnte Spielertrainer Daniel Walther davor, die Begegnung nicht auf die leichte Schippe zu nehmen und gleich von Beginn an Gas zu geben. Ebenfalls schon traditionell die Reaktion der Mannschaft: Gemeinschaftliche Lethargie und Skaterhockey zum abgewöhnen. Es grenzte schon an ein Wunder, dass man das erste Drittel mit 2:0 gewann. Dementsprechend gut gelaunt war dann auch der Coach.
Eine erneute Ermahnung, und die Aufforderung endlich mal aufzuwachen bekamen die Spieler als guten Rat mit in den zweiten Spielabschnitt. Der verlief in den ersten 15 Minuten dann auch ganz nach dem Geschmack der Koblenzer. Man kassierte 2 Buden und hatte den knappen Vorsprung herrlich vergeigt. Inzwischen waren auch die Bullskater vollzählig. Zwei Ihrer Akteure schienen kurzfristig den Weg zur Spielstätte vergessen zu haben und hatten deswegen das erste Drittel verpaßt. Dank seines großen spielerischen Verdienstes durfte sich danach der 3. Block die letzten 5 Minuten des zweiten Durchgangs von der Bande aus Betrachten. Diese Maßnahme des Coaches griff, und man konnte den 2 Tore Vorsprung wieder herstellen. Im letzten Drittel sah dann das Ganze schon ein wenig besser aus. Ein paar spielerische Ansätze waren zu erkennen und das Spiel endete schließlich nicht unverdient mit 7:4 für die Gäste vom Mittlerhein.
Tim Gölz
Samstag, 3. Mai 2003
Denn bisher engsten Sieg der Saison konnten die Koblenz Knights am vergangenen Samstag gegen die Blackhawks aus Neheim verbuchen. Die Schwarzen Falken sind damit bereits das 2. Team aus dem Sauerland, das auf dem Oberwerth sein Stelldichein gibt. Das oft bemühte Zitat nomen est omen traf in diesem Fall leider nicht zu. Vielmehr hatte die Mannschaft aufgrund der Trikotfarbe(n) Ähnlichkeiten mit einer Schar Kanarienvögel.
Man fühlte sich ein wenig an die Auswärtstrikotsituation erinnert, wie sie vor einigen Jahren auch noch bei den Knights vorherrschte. Spätestens mit dem Anpfiff war dann aber alles Schwelgen in Nostalgie verflogen, denn es galt zwei Punkte einzufahren. Und das sollte gar nicht so einfach werden. Die Neheimer agierten aus einer massierten Deckung heraus und hatten mit Ihrem Torhüter den wahrscheinlich besten Akteur des Tages auf dem Platz. Schüsse die ausnahmsweise mal nicht an Gegners Schläger, Schuh oder sonstwas hängen blieben wurden vom Sauerländer Schlußmann gekonnt entschärft. Ein schöner Konter der Gäste führte dann auch prompt zum 0:1 Rückstand. Damit ging es in die erste Drittelpause und die Stimmung im Team war schön entspannt.
Nicht viel anders das Bild im zweiten Spielabschnitt. Koblenz rannte an, brachte die Kugel aber nur einmal im gegnerischen Kasten unter. Übeltäter war Andreas Halfmann, der damit kurzzeitig ausgleichen konnte. Leider viel auch den Neheimern wieder ein wie man ein Tor erzielt und so stand es vor dem letzten Spielabschnitt 1:2 aus Sicht der Gastgeber. Der hatte es dann in sich. Marco Herbel konnte zum 2:2 ausgleichen und das Spiel stand Spitz auf Knopf. Man spürte, daß keine Mannschaft verlieren wollte und so wurde beiderseits recht ängstlich agiert. Die Entscheidende Situation geschah dann kurz vor Schluß. Peer Lemmerz verschaffte den Koblenzern einen taktischen Vorteil, indem er sich 2 Minuten auf die Strafbank verweisen ließ. Diese Gelegenheit ließ sich Bernd Winter nicht entgehen. Ein abgefangener Angriff, ein Paß auf den in Diensten der Ritter stehenden Mayener und der unnachahmlich Abschluß in bester Wintermanier. Bernd hatte die Kugel im rechten Torwinkel mit einer Eiseskälte versenkt, wie sie seinem Nachnahmen alle Ehre machte. Es stand 3:2 und damit war gleichzeitig der Endstand hergestellt. Ein sehr knapper aber auch verdienter Sieg der Ritter.
Tim Gölz
Sonntag, 6. April 2003
Knights gewinnen ihr erstes Heimspiel gegen die Moskitos Essen 8:6
Obwohl das erste Heimspiel der Saison erst am Sonntag um 15:00 Uhr angepfiffen wurde, begann der Spieltag für einige Ritter bereits am Samstag Nachmittag. Da hieß es den Platz fit für die Saison zu machen, denn das mittlerweile fast jährlich kommende Jahrhunderthochwasser hatte das Spielfeld im Winter zuerst in ein Schwimmbad und mit sinkenden Temperatueren in eine Eisbahn verwandelt. Damit sind die Knights der wohl erste Skaterhockeyclub Deutschlands mit einer Multifunktionsarena. Es wurde fleißigst gefegt, geschraubt und lackiert. Weiterhin galt es noch einige Erfrischungsgetränke einzulagern, mit denen man sowohl auf den Sieg, als auch auf den Geburtstag von Coach Daniel Walther anzustoßen gedachte. Um dessen Alter ranken sich weiterhin die Gerüchte, und Spekulationen schießen wie Pilze aus dem Boden. Mit einem Tip zwischen 20 und 40 liegt man aber vermutlich nicht ganz schlecht.
Nachdem man den Platz wieder auf ISHD-Norm getrimmt hatte und die Wetterprognosen nicht ungünstig waren, konnte man sich auf einen spannenden Sonntagnachmittag freuen. Auf das Wetter wird es wohl auch bei allen anderen Heimspielen der Knights ankommen. Die Bande in der benachbarten Sporthalle hält den Schüssen mit dem Hartplastikball anscheinend nicht stand, und die Versicherung ist offensichtlich nicht bereit, die daraus resultierenden Schäden zu begleichen. Damit werden, sicher zur Freude aller Gegner, sämtliche Heimspiele auf dem Außenplatz ausgetragen.
Zum Spielgeschen: In einer etwas ungewöhnlichen Aufstellung ging man in die Partie. Torhüter Andreas Müller spielte Sturm, und Dominik "Picasso" Hadamitzky sowie André "Hoffi" Hoffman rückten in die Abwehr. Peer Lemmerz wurde krankheitsbedingt zum Stadionsprecher befördert. Man hatte sich für diesen Nachmittag einiges vorgenommen und zeigte von Beginn an, wer der Herr im Hause war. Bereits nach knappen 4 Minuten stand es 1:0 für die Essener. Frei nach dem Motto "Nur nicht zu sehr anstrengen" plätscherte das erste Drittel seinem Ende entgegen, ohne daß noch etwas nennenswertes passierte.
In der Pause gab Spielertrainer Daniel Walther dann ein paar interessante Anmerkungen von sich. Er schlug beispielsweise vor, doch mal AUF das Tor, anstatt darüber, oder daran vorbei zu schießen. Im Nachhinein eigentlich eine gar keine so dumme Idee. Aber Ritter brauchen mitunter ein wenig länger, und so mußte das Geburtstagskind erst zweimal vormachen wie es gemeint war. Bernd Winter schnallte es als erster und versenkte seinerseits die Kugel. Angeregt von soviel Anschauungsuntericht, faßte sich Paddy Dawson ein Herz, nahm den Ball, tanze Freund und Feind aus, und krönte schließlich diesen sensationellen Alleingang mit einem Tor. Durch einen weiteren Walther Treffer und 3 Essener Buden stand es nach dem 2. Drittel 5:3.
Im letzten Spielabschnitt wurde die Partie dann kurzzeitig ein wenig ruppig. Ein etwas zu kurz geratener Spieler der Moskitos machte durch ständige Provokationen auf sich aufmerksam. Darauf hin sah sich Dirk Weiler genötigt den Lausebengel ein wenig zu erziehen und verpaßte ihm einen Check der sich gewaschen hatte.
Dies wiederum nahm ein zweiter Essener zum Anlaß sich zu revanchieren, und im Ergebnis ging je ein Spieler zum Abkühlen auf die extra dafür am Zeitnehmertisch bereitgestellen Bänke. Ansonsten war es eine sehr faire Partie, die noch insgesamt 3 Treffer auf jeder Seite sah. Damit stand es am Ende 8:6 und die Koblenzer konnten 2 weitere Punkte auf der Habenseite verbuchen.
Tim Gölz
Sonntag, 23. März 2003
Letztes Wochenende gaben die Knights ihr Stelldichein bei den Skunks aus Monheim. Die Monheimer waren bereits im vergangenen Jahr Gegner der Ritter und so wußte man schon ungefähr was zu erwarten war: Hartes Körperspiel in einer abartig heißen Halle. Wer wissen will, wie sich der Treibhauseffekt so anfühlt, der darf gerne mal an den Niederrhein in die Sandberghalle kommen. Heiß gings dann auch auf dem Spielfeld her. Trotz weniger Tore war das Spiel wohl nicht schlecht anzuschauen. Man munkelt das zumindest, denn von der Spielergarage aus bekommt man ungefähr 10% des Spielgeschehens mit. Das macht aber nichts, denn dafür hat man genug Zeit Wasserflaschen umzustoßen, damit die Rollen auch ja schön rutschig sind wenn man aufs Feld fährt.
Wie gesagt, es gab wenig Tore. Das erste Drittel endete 1:0 für die Hausherren, nachdem sie ein herrliches Zuspiel von Dirk Weiler eiskalt ausnutzten. Außer den beiden Torhütern konnte eigentlich niemand so richtig glänzen. Dafür gabs satte Checks hüben wie drüben. Wer Spielertrainer Daniel Walther kennt, der weiß was in der anschließenden Pause folgte: Psychologische Streicheleinheiten für jeden Einzelnen, und die sanfte Bitte, sich doch ein wenig mehr anzustrengen. Sprachs und versuchte das auch gleich selber in die Tat umzusetzen. Ein Zuspiel auf Andreas Halfmann, der die Kugel in eine Flachbombe verwandelte, die dann hinter dem Monheimer Keeper einschlug. Es stand 1:1. Etwas später war es dann erneut Halfmann, der den Gastgebern in Unterzahl die Murmel abluchste, und den Keeper herrlich austanzte. Leider ging man nicht mit einer Führung in die dringend benötigte Pause, denn 20 Sekunden vor Schluß konnten die Monheimer ausgleichen. Phrasendrescher sprechen da wohl von einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt.
In der Drittelpause packte Daniel Walther dann die Spezialtaktik aus, und das sollte sich tatsächlich auszahlen. Zwar kamen die Monheimer im letzten Spielabschnitt noch zu einigen Chancen, aber so richtig gefährlich wurde es lange Zeit nicht mehr. Es muß so ungefähr 5 Minuten vor Schluß gewesen sein, als dann Andreas Halfmann (Wer sonst?) erneut ein Zuspiel von Daniel Walther verwerten konnte. Diesmal allerdings ließ er den Hammer drin und packe statt dessen die Laubsäge aus. Lässig tropfte der Ball von der Rückhandseite ab und segele über den Torhüter ins Netz. Großes Tennis. Natürlich wollte man sich auf Monheimer Seite nicht geschlagen geben und nahm sogar in Unterzahl den Goalie für einen Feldspieler vom Platz. Kurz vor Schluß wurde dann eine Torchance der Ritter durch eine illegale Handabwehr (Handpaß) vereitelt. Folgerichtig gabs einen Penalty, den diesmal nicht Herr Halfmann, sondern der Trainer persönlich versenken durfte. Der Käse war gegessen, und die Koblenzer hatten das Spiel mit 4:2 gewonnen.
Tim Gölz
Sonntag, 16. März 2003
Am Sonntag den 16.03 waren die Koblenz Knights zu Gast in der Höhle der Skating Bears aus Krefeld. Als Gastgeschenk hatten die Ritter einige haarsträubende Abwehrfehler mitgebracht. Im Laufe der Partie nahmen die Krefelder diese auch dankend an und versenkten die Kugel satte 13 mal im Koblenzer Gehäuse.
Gleich zu Beginn gabs eine eiskalte Dusche für die Knights. Es dauerte exakt 2 min und 15 Sekunden bis es 3:0 für die Gastgeber stand. Dann besann man sich darauf, daß man ja eigentlich zum Skaterhockey spielen- und nicht zuschauen gekommen war. Tim gölz läutete eine kurze Aufholjagd mit dem 1:3 ein. Durch 2 Tore von Dirk Weiler und einem Treffer von Boris Remer stand es plötzlich 3:4.
Das sollte es dann aber auch gewesen sein mit der Koblenzer Glückseeligkeit. Man kassierte weiter 4 Buden und ging schön frustriert in die Pause. Doch auch die dort gefaßten guten Vorsätze halfen nicht viel. Man verlor das 2. Drittel mit 3:2. Beide Treffer erzielte Frankdieter Lukas.
Ähnlich lief es im letzten Spielabschnitt. Er wurde ebenfalls mit 3:2 verloren. Macht in Summe ein Ergebnis von 8:13. Der Vollständigkeit halber seien noch die letzten beiden Torschützen auf Koblenzer Seite genannt: Frankdieter Lukas und Dirk Weiler, die damit beide je 3 mal trafen.
Die Schiedsrichterleistung bleibt an dieser Stelle unkommentiert, aber sowohl auf Krefelder als auch auf Koblenzer Seite wird man sich seinen Teil gedacht haben. mit der Niederlage hatte das aber nur am Rande zu tun. Die Ritter waren diesmal einfach das schwächere Team.
Tim Gölz
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