Heute kam die Zweitbesetzung der Crash Eagles Kaarst zum Rückspiel nach Koblenz. Nachdem die Knights bereits in der Hinrunde in einem haarsträubenden Spiel knapp mit 5:3 gewinnen konnten, waren die Nerven angespannt. Coach Daniel Walther verlangte vor dem Spiel von jedem einzelnen bedingungslosen Einsatz "auch wenn wir den einen oder anderen nach dem Spiel vom Platz tragen müssen".
Nachdem die Gäste früh mit 1:0 in Führung gingen, war jedem Ritter klar, dass ein Sieg schwer wird. Weiterhin stellte der Tabellenvierte früh klar, dass er offenbar nicht nach Koblenz gekommen ist, um den Ball zu spielen, sondern um mit Stock und Fäusten herumzuschlagen und Gegenspieler möglichst hart umzufahren. Zum Glück hatte Nicolas Benitez, der viereckig gebaute Topverteidiger vom SC Siemensstadt Berlin, heute einen Supertag und konnte zusammen mit den anderen stabilen Spielern des SHC alle gegnerischen Attacken entschärfen ohne selbst Strafzeiten zu kassieren.
Die Schiedsrichter liessen die ruppige Partie auch nach dem ersten Drittel, das zugunsten der Kaarster ausging, weiterlaufen. Selbst die Vereitelung einer Torchance von Matthias Aust, der sich an der gegnerischen Verteidigung vorbeimogelte und dann kurz vorm Tor von hinten per Beinstellen zu Fall gebracht wurde, brachte den Knights weder ein Penalty, noch eine Überzahlsituation.
Die Gäste glaubten nun, sich alles erlauben zu können und versuchten den unbequemen Nico Benitez, der immer öfter vor dem Kaarster Tor auftauchte, auszuschalten. Diesmal sahen die Schiedsrichter aber den Ellbogencheck zum Hals und auch, dass Benitez danach erstmal ein kurzes Verschnaufpäuschen auf dem Hallenboden einlegen musste.
Folgerichtig gab es eine 5-Minuten Strafe gegen Kaarst, über die sich die Crash Eagles noch länger ärgern werden. Denn allein in diesen 5 Minuten liessen es die Knights dreimal im gegnerischen Kasten klingeln und konnten schliesslich mit 6:4 in die zweite Drittelpause gehen.
Im letzten Drittel kochte die Spielfläche, die Crash Eagles wollten den Sieg erzwingen, und stürmten in Höchstgeschwindigkeit auf das Koblenzer Tor. Heute liessen sich die Knights aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, und kämpften verbissen um jeden Millimeter Boden und warfen sich beherzt in die härtesten Schüsse. Irgendwie bekamen die Gegner auch noch Überzahlsituationen und sogar einen Penalty. Als selbst dieser Versuch am hochkonzentrierten Goalie Andreas Müller scheiterte, konnten die Knights endlich den Sack zumachen und mit dem 7:4 durch Andreas Halfmann die Punkte zu Hause behalten.